Sie kennen den Satz sicherlich schon: „Übung macht den Meister“. Erfahrung spielt sicherlich in den meisten -wenn nicht in allen- Bereichen des Lebens eine große Rolle. Die Folgen der Beobachtungen, Reflektionen und der darauffolgenden Anwendung der erzielten Schlüsse ermöglicht uns eine stetige Verbesserung und Verfeinerung.

Zahnmedizin

Drei wichtige Eigenschaften sollten diesen Prozess aber –nach unserer Meinung- unbedingt begleiten. An erster Stelle steht die bestmögliche Behandlung unserer Patienten. Dabei arbeiten wir mit Vorsicht und Respekt, setzen nur sichere Behandlungsmethoden ein und empfehlen Therapien, bei denen die Erfolgsquote auf Basis langfristiger Daten hoch ist. Zweitens: wir legen viel Wert auf intensive Aufklärungsgespräche. Ein aufgeklärter Patient ist für den Erfolg der Therapie besonders wichtig, da die meisten Krankheiten im zahnmedizinischen Bereich chronisch und abhängig von persönlichen Angewohnheiten sind. Drittens: um eine stetige Verbesserung und Erweiterung unseres Behandlungsspektrums zu ermöglichen, achten wir sorgfältig auf Innovationen und Weiterentwicklungen im Bereich der Technik. Wir bilden uns in diesen Bereichen fort und setzten sie gezielt und sicher ein. So können Sie sich immer darüber sicher sein: wir suchen eine Balance zwischen lang bewährten, konventionellen und modernen, fortschrittlichen Behandlungsmethoden, um Ihnen die bestmögliche Behandlung anbieten zu können.

Die folgende Auflistung beschreibt Methoden, die, obwohl schon seit Jahrzehnten bekannt, immer noch als innovativ bzw. „modern“ wahrgenommen werden.

Unsere Leistungen

Festsitzender Zahnersatz – Zahnkronen

Wenn die Karies bzw. Zahndefekte zu groß geworden sind, können die Zähne aufgrund eines erhöhten Frakturrisikos nicht mehr sicher mit Füllungen versorgt werden. Frakturiert ein Zahn, muss er häufig entfernt werden. Deshalb sollte in diesen Fällen der Zahn rechtzeitig mit einer Krone versorgt werden. Auch aus kosmetischer Sicht kann es von Vorteil sein, durch eine Verblendung oder Vollkeramikkronen das ästhetische Erscheinungsbild zu verbessern. Damit die Krone hält, muss der Zahn manchmal mit einem Stiftaufbau vorbereitet werden.

Veneers

Veneers sind dünne Keramikschalen, die auf verfärbte oder schief stehende Zähne adhäsiv befestigt werden und eine nahezu perfekte Ästhetik wiederherstellen können.

Für die Optimierung von Farbe, Form und Stellung ist häufig nur ein leichtes Beschleifen der Zähne mit nur geringem Verlust von natürlicher Zahnsubstanz notwendig.

Festsitzender Zahnersatz – Brücken

Wenn Zähne verloren gegangen sind und die Zähne neben der Lücke beschädigt oder mit großen Füllungen versehen sind, ist die Wiederherstellung der Zahnreihe mit einer Kronenbrücke häufig eine gute Lösung. Brücken haben eine lange Lebenszeit und können durch eine Verblendung mit Keramik kosmetisch ansprechend gestaltet werden. Insbesondere im Frontzahnbereich können Brücken in vielen Fällen komplett aus Keramik hergestellt werden, um eine perfekte Ästhetik zu erzielen.

Modellgussprothese

Die Modellgussprothese ist eine einfache prothetische Standardversorgung für den teilbezahnten Kiefer, wenn die Versorgung mit Brücken nicht mehr möglich ist. Diese Art Prothese ist herausnehmbar und wird mit gegossenen Metallklammern an den Zähnen befestigt. Oft müssen große Verbindungselemente angefügt werden, die zum Beispiel den Gaumen zum Teil decken. Ästhetisch ist dieser Zahnersatz teilweise unbefriedigend, weil die Klammern im sichtbaren Bereich zu liegen kommen können.

Teilprothese mit Teleskopkronen

Die herausnehmbare Teilprothese mit Teleskopen ist eine Art kombinierter Zahnersatz. Es besteht aus einer oder mehreren festsitzenden Komponenten, die auf die Zähne befestigt werden, und einem herausnehmbaren Teil. Die ästhetische Beeinträchtigung durch Klammern entfällt. Ein weiterer Vorteil dieser Art Versorgung ist, dass die Arbeit meistens erweitert werden kann, wenn im Verlauf weitere Zähne verloren gehen, ohne dass dabei große Kosten anfallen.

Totalprothese

Diese Art von Zahnersatz wird erst dann erforderlich, wenn alle Zähne eines Kiefers verloren gegangen sind. Meistens wird eine gute Ästhetik erreicht, die Funktion bleibt aber problematisch. Die Kauleistung und das Aussprechen sind nicht selten beeinträchtigt. Die Patienten müssen sich an die neue Prothesen gewöhnen und auch geduldig üben. Der Sitz des Zahnersatzes kann in solchen Fällen häufig auch schon mit wenigen Implantaten deutlich verbessert werden, was insbesondere im zahnlosen Unterkiefer den Tragekomfort gegenüber herkömmlichem Zahnersatz meist wesentlich verbessert.

Implantatgetragener Zahnersatz

Der implantatgetragene Zahnersatz reicht von der Versorgung einer einfachen Zahnlücke bis hin zum zahnlosen Kiefer. Auf Implantaten können festsitzende und herausnehmbare Versorgungen verankert werden. Kronen, Brücken und ganze Prothesen können angefertigt werden, so dass im Sinne der Funktion und Ästhetik ein natürliches Ergebnis erreicht werden kann.

Wir beraten Sie gerne!

Prophylaxe

Gesunde Zähne sind Aushängeschild und Tor zu Ihrem Organismus. Sie ermöglichen ein gesundes, strahlendes Lächeln, kräftiges Zubeißen und gründliches Kauen. Sie sorgen dafür, dass Nahrung schonend verdaut wird und geben Ihnen Selbstbewusstsein und natürlich gesunde Ausstrahlung.
Kranke Zähne und entzündetes Zahnfleisch (Parodontitis) hingegen können zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen. Ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder sogar eine Fehlgeburt kann direkte Folge kranker Zähne oder einer unbehandelten Parodontitis sein. Deswegen ist es auch sehr wichtig, dass sich Schwangere sehr um ihrer Zahngesundheit bemühen und speziell gezielte Vorbeugungsmaßnahmen während der Schwangerschaft durchführen lassen.

Zahnpflege

Die Vorbeugung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen spielt sich auf zwei Ebenen ab:

  • Tägliche Zahnpflege (durch den Patienten)
  • In unserer Praxis stehen Ihnen in der Prophylaxe weitergebildete Assistentinnen zu Verfügung, die Sie abgestimmt auf Ihre individuelle Situation dabei unterstützen, die richtige Methode der täglichen Zahnpflege zu erlernen und die für Sie richtigen Hilfsmittel auszuwählen, z.B. mit Zahnseide, Interdentalbürstchen oder Mundspüllösungen.

Zahnreinigung

Leider ist es allein mit der täglichen Zahnpflege zu Hause häufig nicht getan. In Abhängigkeit von der individuellen Gebisssituation, der Vorerkrankungen und der unterschiedlichen Tendenz zur Zahnsteinbildung ist es richtig und wichtig, in individuell sehr unterschiedlichen Abständen eine professionelle Zahnreinigung durch weitergebildete Prophylaxeassistentinnen durchführen zu lassen.

Die Sitzung umfasst:
– Aufklärung über Krankheitsursachen
– Individuelle Anleitung zur Mundhygiene
– Parodontitisrisikoermittlung und/oder Kariesrisikobestimmung
– professionelle Zahnreinigung
– Politur
– Fluoridierung

Darüber hinaus bieten wir Ihnen kosmetische Vorsorgemaßnahmen wie Zahnaufhellung (Bleaching) und Zahnschmuck (Twinkle) in unserer Praxis an. Sämtliche Mundpflegeartikel, die Sie bei der täglichen Vorbeugung vor Karies und Parodontitis unterstützen, können Sie in unserer Praxis erhalten.

Wir freuen uns auf Sie!

Konservierende Behandlung

Konservierende Therapien wie die Füllungstherapie haben zum Ziel, kariöse Läsionen oder andersartige Defekte an Einzelzähnen zu beheben. Grundsätzlich ist zwischen plastischen und starren Füllmaterialien zu unterscheiden. Plastische Materialien werden in verformbarem Zustand in den Zahn eingebracht und ausgehärtet. Klassische Beispiele sind Amalgam, Komposit und Glasionomerzement.

Füllungstherapie – Amalgamfüllungen

Eine Amalgamfüllung ist eine Zahnfüllung aus Quecksilberlegierungen. Wegen gesundheitlicher Bedenken und kosmetischer Unzulänglichkeit nimmt aber die Bedeutung der Amalgamfüllungen ab. Amalgam wird seit ca. 1820 immer noch weltweit erfolgreich in der Zahnmedizin verwendet und ist unter gewissen Umständen immer noch eine sehr gute Lösung.
Wir haben uns jedoch aus gesundheitlichen und umweltfreundlichen Gründen bewusst entschieden, kein Quecksilber in unserer Praxis zu benutzen. Unsere Praxis ist seit 1986 quecksilberfrei!
Wir belassen suffiziente Amalgamfüllungen trotzdem im Mund, solange diese noch funktionsfähig und die Patienten damit zufrieden sind. Bei der Entfernung von Amalgamfüllungen benutzen wir besondere Schutzmaßnahmen, so dass unsere Patienten nicht mit Quecksilber belastet werden.

Füllungstherapie – Kunststofffüllungen

Zahnärztliche Kunststoffe (sog. Komposite) sind zahnfarbene plastische Füllungsmaterialien, die ganz ohne mechanische Retention bei der Kavitätenpräparation verarbeitet werden können. Gegenüber Amalgamfüllungen, ermöglichen Komposite eine „minimal-invasive“ Präparation, womit mehr natürliche Zahnsubstanz erhalten wird.
Komposite weisen auch eine höhere Ästhetik als Amalgamfüllungen vor und sind in vielen verschiedenen Farben und Konsistenzen erhältlich. Die Aushärtung (in diesem Fall Polymerisation), wird anhand einer Polymerisationslampe durchgeführt und dauert nur wenige Sekunden.
Als Nachteil kann erwähnt werden, dass Kunststoffe während der Verarbeitung sehr feuchtigkeitsempfindlich sind. Deswegen ist es meistens notwendig, das Arbeitsfeld z.B. mit Kofferdam trocken zu halten. Kunststoffe erleiden während der Aushärtung eine zwischen 1 bis 6-prozentige Polymerisationsschrumpfung, welche zu einer postoperativen Empfindlichkeit führen kann. Um diesen Effekt zu vermeiden, sollte der Kunststoff in mehreren Schritten appliziert werden (Mehrschichttechnik).
Bei guter Mundhygiene ist die Haltbarkeit der zahnärztlichen Kunststoffe mit der von Amalgam vergleichbar.

Wurzelkanalbehandlungen

Ist ein Zahn durch eine tiefe Karies oder eine gebrochene Füllung bis zum Zahnmark (Pulpa, bzw. „Nerv“) entzündet, muss dieses entfernt werden. Sehr oft hat der Zahn eine lange Schmerzgeschichte, z. B. tat er bei kalten Getränken, oder auch beim Kauen von härteren Speisen weh. Manchmal kann der Zahn auch ganz asymptomatisch bzw. schmerzfrei sein. Trotz Schmerzlosigkeit können Bakterien durch die Wurzelkanäle des Zahnes in den apikalen Bereich (an der Wurzelspitze) eindringen und eine akute oder chronische Entzündung im Knochen verursachen. Diese Entzündung kann unbehandelt Abszesse (Eiteransammlungen) auslösen, die ohne Behandlung sogar lebensbedrohlich werden können, besonders wenn andere Krankheiten wie z. B. Diabetes vorhanden sind.
Die einzige Alternative wäre dann die Extraktion des Zahnes. Durch eine rechtzeitige Wurzelkanalbehandlung lässt sich das Zahnziehen heute in vielen Fällen umgehen. Für ein stabiles Ergebnis müssen Bakterien und abgestorbenes Gewebe restlos aus dem Wurzelkanal entfernt werden. Später wird der Kanal mit einem Füllmaterial dicht verschlossen.

Behandlungsablauf einer Wurzelkanalbehandlung

Häufig lässt sich die gesamte Wurzelkanalbehandlung nicht in einer einzigen Sitzung durchführen! In besonders akuten Fällen können die Schmerzen bzw. Schwellung nach der ersten Behandlung immer noch bestehen, sodass Schmerzmittel und eventuell Antibiotika verordnet werden müssen.
Der Zahn wird betäubt und ein Zugang zum Inneren des Zahnes eröffnet. Mit speziellen Instrumenten (Feilen) werden die Kanaleingänge ertastet und anschließend entzündetes bzw. abgestorbenes Gewebe aus den Wurzelkanälen entfernt. Die Kanäle werden mit unterschiedlichen Feilen aus Titan aufbereitet und verbreitert. Dabei werden die Wurzelkanäle mehrfach mit desinfizierenden Lösungen gespült, um die Bakterien zu beseitigen. Idealerweise wird schon in der ersten Sitzung die Länge der Wurzelkanäle bestimmt, was anhand einer röntgenologischen „Meßaufnahme“ oder einer elektrometrischen Längenbestimmung erfolgt.  Oft wird vorübergehend ein Medikament in den Zahn eingebracht, das verbliebene Bakterien zwischen den Terminen abtötet. Diese medikamentöse Einlage verbleibt in der Regel zwischen 1 und 3 Wochen im Zahn, der provisorisch verschlossen wird. Bei Beschwerdefreiheit werden die Wurzelkanäle mit Guttapercha und einem Dichtzement gefüllt. Guttapercha ist der eingedickte Milchsaft tropischer Bäume (ähnlich wie Kautschuk). Ein weiteres Röntgenbild gibt nach Abschluss dieser Therapie Aufschluss über den Erfolg der Wurzelfüllung. Zur Stabilisierung des Zahnes ist es in bestimmten Fällen sinnvoll, einen Wurzelstift in das Kanalsystem einzubringen und den Zahn mit einer Krone zu versorgen.

Was bezahlt die Krankenkasse?

Wenn Sie gesetzlich versichert sind, darf ein Zahnarzt bei Ihnen eine Wurzelkanalbehandlung nur noch dann zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen durchführen, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.

Die Wurzelkanalbehandlung an Backenzähnen (Molaren) ist nur dann im Rahmen der kassenzahnärztlichen Versorgung möglich, wenn dadurch:

  • der Erhalt einer ununterbrochenen Zahnreihe ermöglicht wird
  • eine einseitige Freiendsituation (Zahnlosigkeit im hinteren Bereich des Kiefers) vermieden wird
  • der Erhalt eines bereits bestehenden, funktionstüchtigen Zahnersatzes ermöglicht wird.

Wird keines dieser Kriterien erfüllt, so ist die Leistung, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird, lediglich die Extraktion des Zahnes. Wünscht der Patient dennoch einen Erhaltungsversuch des Zahnes durch eine Wurzelkanalbehandlung, so muss er die Kosten dafür selbst tragen.

Parodontitisbehandlung

Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Dieser besteht aus Knochen, Zahnfleisch und Fasern, die die Zahnwurzel mit dem Kieferknochen verbinden. Erkrankungen des Zahnhalteapparates sind weit verbreitet und können zum Verlust von Zähnen führen. Das Besondere an dieser Erkrankung ist, dass sie lange schmerzfrei verläuft und vom Patienten nicht erkannt wird. Zahnfleischbluten, Mundgeruch und Schwellungen im Bereich des Zahnfleischs sind Symptome der Parodontitis.

Eine Parodontitis entsteht, wenn Bakterien tief in die Zahnfleischtasche eindringen, es zu einer Besiedlung der Zahnwurzel mit diesen Bakterien kommt und sich sogenannte Konkremente (eine Art Zahnstein unterhalb des Zahnfleischniveaus) bilden. Dabei spielen auch Blutungen des entzündeten Zahnfleisches eine Rolle. Es gibt langsam fortschreitende Krankheitsverläufe, aber auch rasch fortschreitende Gewebezerstörung, sogenannte aggressive Formen, die schon bei jungen Patienten auftreten können.

Alle zwei Jahre soll im Rahmen der zahnärztlichen Kontrolluntersuchung ein PSI, der Parodontale Screening Index zur Früherkennung von Parodontitis, erhoben werden. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und Sie werden sie kaum spüren. Dabei wird der Zahnhalteapparat Zahn für Zahn mit Hilfe einer speziellen, stumpfen Sonde untersucht. Die Untersuchungsergebnisse werden in fünf Stufen kodiert. Ist für alle Zähne Code 0 eingetragen worden, ist der Zahnhalteapparat gesund. Wenn bei Ihnen eine Erkrankung des Zahnhalteapparates festgestellt wurde (PSI-Codes 1-4), werden wir zur weiteren Beurteilung eine genauere Untersuchung durchführen.

Behandlung per se

Wenn bei Ihnen mit dem PSI eine Erkrankung des Zahnhalteapparates diagnostiziert wurde, werden weitere Untersuchungen angeschlossen. Dies sind zum Beispiel ein Blutungstest, Röntgen sowie eine genaue Taschenmessung an jedem einzelnen Zahn. Eine mikrobiologische Untersuchung wird in manchen Fällen benötigt, um eine aggressive Parodontitis zu erkennen.

Eine Vorbehandlung mit einer professionellen Zahnreinigung und einer intensiven Mundhygieneunterweisung geht der eigentlichen Behandlung voraus. So kann man die Entzündung des Zahnhalteapparates deutlich reduzieren.

Das Ziel einer systematischen Parodontitisbehandlung ist die Beseitigung der Entzündung des Zahnhalteapparates in der Tiefe der Tasche, nicht die Entfernung des Zahnfleisches selbst. Durch die Parodontalbehandlung wird das Gewebe um die Zahnwurzel herum in einen entzündungsfreien Zustand versetzt. Ein weiterer Knochenabbau wird somit verhindert. Hierfür stehen uns mehrere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. In den meisten Fällen können die Wurzeloberflächen durch ein „geschlossenes“ Vorgehen von Bakterien und Belägen gesäubert werden. Dies geschieht unter örtlicher Betäubung und sehr schonend mit feinen Hand- und Ultraschallinstrumenten. Wenn die Zahnfleischtaschen aber zu tief sind, ist ein chirurgisches Vorgehen erforderlich.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Parodontalbehandlung sind im Wesentlichen eine gute Mitarbeit, eine sehr gute Mundhygiene und regelmäßige Kontrolluntersuchungen.

Mit unserem Recall-Service möchten wir Sie unterstützen und erinnern Sie rechtzeitig und automatisch an notwendige Termine.

Laserbehandlung

Der Begriff LASER bedeutet (eng.) „light amplification by stimulated emission of radiation“ und beschreibt den Prozess der Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung. Laserstrahlen sind elektromagnetische Wellen, die sich vom Licht vor allem in Intensität, Frequenzbereich, Bündelung des Strahls und Kohärenzlänge unterscheiden. Diese Laserstrahlen lassen sich ganz exakt generieren und werden in vielen Bereichen der Industrie und Medizin eingesetzt.

In der Zahnmedizin werden die sogenannten „Softlaser“ und „Hartlaser“ verwendet. Softlaser haben eine „biostimulierende“ Wirkung auf Weichgewebe, und Hartlaser haben eine höhere Intensität und werden in invasiveren Behandlungsschritten eingesetzt.

In unserer Praxis kommt ein „Dioden-Laser“ in Einsatz. Dieser Lasertyp (Wellenbereich zwischen 680 und 910 nm) kann je nach Leistung als Soft- oder Hartlaser eingeteilt werden. Die Behandlungsmöglichkeiten sind sehr vielseitig: die keimtötende Eigenschaften kommen in erster Linie bei Wurzelbehandlungen, Zahnfleischerkrankungen (Parodontitis) sowie auch bei Periimplantitis in den Vordergrund; die biostimulierende Eigenschaften setzen Effekte auf die lokale Immunabwehr in Gang, stimulieren lokal den Kreislauf und aktivieren den Stoffwechsel in den Zellen. Es sind alles Wirkungen, die Schmerzzustände positiv beeinflussen können.

Ein besonderer Bereich für die Anwendung eines Dioden-Lasers ist die Behandlung von überempfindlichen Zahnhälsen. Dabei werden die offene Dentintubuli oberflächig dekontaminiert, modifiziert und versiegelt. Diese Ergebnisse bleiben langfristig stabil.

Die unangenehmen und weit verbreiteten Läsionen bei einer Herpesinfektion (HSV-1) können auch erfolgreich mit dem Dioden-Laser behandelt werden. Eine Schmerzausschaltung kann in bis zu 97% der Fälle erreicht werden und die Herpesepisoden (Prozess zwischen „Prodrom“ und Krustenbildung) werden bei bis zu 94% der Patienten erheblich reduziert (von 7-14 auf 2 Tagen). Die Laserbehandlung schützt nicht vor zukünftigen Herpesepisoden, vermindert aber die Symptome erheblich.

Kleinen chirurgischen Eingriffen, wie Lippenbandexzisionen oder Beseitigung von Zahnfleischvergrößerungen (z. B. Schleimhautkapuzen bei Weisheitszähnen) können sehr präzise und schnell mit einem Laser durchgeführt werden. Meistens kann auf das Zunähen verzichtet werden, die Wunde koaguliert sofort und die Oberfläche wird durch die Keimtötenden Eigenschaften des Lasers zusätzlich dekontaminiert.

Behandlung in Narkose

Zahnarztphobie

Einige Patienten haben unkontrollierbare Ängste vor einem Zahnarztbesuch oder der Behandlung. Sehr oft sind Kindheitserlebnisse der Grund für die Phobie, die von verschiedensten Symptomen wie Schweißausbrüche, Würgereiz oder Herzklopfen begleitet sein kann. Der häufigste Hinweis auf eine Zahnarztphobie ist die angstbedingte Vermeidung des Zahnarztbesuches. Die Zahnprobleme werden durch das Fehlen präventiver Maßnahmen mit der Zeit dann häufig schlimmer.

Unser Ziel ist es, diese Angst schrittweise abzubauen und ein Vertrauensverhältnis zwischen Behandler und Patient aufzubauen. Oft kommt eine ambulante Behandlung in Narkose in Frage. Dabei werden wir von erfahrenen Anästhesisten in unserer Praxis unterstützt. Wir beraten Sie gerne.

Chirurgie von Profis

Seit 2012 können wir mit der Unterstützung von Profis rechnen. Kleine Eingriffe im Mundbereich, wie z. B. die Korrektur von tief ansetzenden Lippenbändchen, können so problemlos und ohne Überweisung in die Klinik in unserer Praxis durchgeführt werden.

Entfernung von Weisheitszähnen

Die operative Entfernung von Weisheitszähnen wird als Routineeingriff in unserer Praxis durchgeführt. Leider verfügen die „8er“, wie diese Zähne in zahnärztlicher Fachsprache genannt werden, häufig nicht über ein ausreichendes Platzangebot, um ungestört durchbrechen zu können. Häufig bleiben sie dadurch „teilretiniert“ und können ernsthafte, sogar lebensbedrohliche Entzündungen verursachen. Diese Durchbruchsstörungen lassen sich aber meistens voraussagen (anhand eines geeigneten Röntgenbildes), so dass die Zahnkeime schon vorher entfernt werden können. Meistens sind die Zahnwurzeln noch nicht allzu weit entwickelt, was die Zahnentfernung deutlich vereinfacht. Die Wunde kann komplett zugenäht werden, was auch für die Heilung förderlich ist.I am text block. Click edit button to change this text.

Wurzelspitzenresektion

Gelingt eine Wurzelbehandlung nicht oder tritt erneut eine Entzündung auf, muss in manchen Fällen eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt werden. Das ist häufig die letzte Möglichkeit den Zahn zu erhalten.
Zahnfleisch und Knochen werden seitlich in Höhe der Wurzelspitze durch einen kleinen Schnitt durchtrennt. Der Kieferknochen rund um den Bereich der Wurzelspitze wird sorgfältig von entzündlichem Gewebe befreit. Die befallene Wurzelspitze wird mit Spezialinstrumenten entfernt. Anschließend wird der Zahn mit einer Wurzelfüllung versehen, welche von unten und nicht von oben eingebracht wird. Die Behandlung lässt sich normalerweise in örtlicher Betäubung mit Zahnarztspritze durchführen .
In ausgewählten Fällen arbeiten wir eng mit der Abteilung für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie der Universitätsklinik Freiburg zusammen.

Kieferorthopädie

Die „Orthopädie der Kiefer“ ist ein Fachgebiet der Zahnmedizin, welches genauer mit dem Begriff „Dento-Maxillare Orthopädie“ definiert wird, da die Position der Kiefer (Maxillaren) aber auch die der Zähne beeinflusst wird. In anderen Ländern wird dieses Gebiet als Orthodontie (Zahnregulierung) bezeichnet, was allerdings auch nicht so genau ist. Kieferorthopäden sind Fachärzte, die in Deutschland eine 3-jährige Fachausbildung absolvieren müssen und unterschiedliche Therapiemethoden anwenden können. In Deutschland gelten strenge Regeln für die Übernahme der Kosten von kieferorthopädischen Behandlungen seitens der Krankenkassen aber auch zunehmend der privaten Krankenversicherungen. Die Anomalien werden in Indikationsgruppen klassifiziert und die Kostenübernahme erfolgt erst ab einen gewissen Schweregrad. Als Kinderzahnärztinnen erkennen wir Abweichungen der Normalität und kennen diese „Spielregeln“.

Wir arbeiten eng mit qualifizierten und erfahrenen Kollegen zusammen. Präventive Maßnahmen, wie z. B. das Einsetzen eines Lückenhalters nach einer Zahnextraktion, werden aber in unserer Praxis regelmäßig durchgeführt. Nach dem Zahnwechsel bieten wir für kosmetische Korrekturen der Zahnstellung das System „Invisalign“ an, einer unsichtbare Zahnspange. Denken Sie bitte daran, dass das Kariesrisiko während einer kieferorthopädischen Behandlung erhöht ist, so dass die Kinder und Jugendlichen eine gezielte Betreuung seitens der Kinderzahnärztin benötigen!

Zahnersatz Cerec

Ein Teil der Modernen Zahnmedizin

Diese Technologie ermöglicht die Anfertigung von Restaurationen in Vollkeramik in einer Sitzung, ganz ohne konventionelle Abdrücke (meistens aus Silikonbasis). Die Zähne werden je nach Indikation betäubt, geschliffen und mit einer Kamera eingescannt. Die Daten werden mit einer Software anschließend verarbeitet: Ihre Restauration wird entworfen und per Funk an eine Schleifeinheit gesendet, die Ihre Restauration in wenigen Minuten aus speziellen Keramikblöcken in unserer Praxis schleift. Die Restauration wird anschließend weiter verarbeitet und in der Regel adhäsiv befestigt (geklebt). Mit diesem Verfahren ist es möglich, schnell und genau ästhetisch hochwertige Restaurationen herzustellen, ohne dass ein zweiter Termin für die Befestigung notwendig ist.

Die genannte Methode basiert auf die CAD/CAM-Technologie (eng. „computer aided design and manufacturing). Die ersten Geräte im zahnmedizinischen Bereich wurden schon 1987 von der Firma Sirona auf den Markt gebracht. Seitdem sind viele Optimierungen und Weiterentwicklungen durchgeführt worden, so dass die aktuellen Systeme absolut gereift und als langfristig haltbar zu bewerten sind.

Öffnungszeiten

Montag:

8:00 – 12:00 Uhr &
14:00 – 18:00 Uhr

Dienstag:

8:00 – 12:00 Uhr &
14:00 – 18:00 Uhr

Mittwoch:

8:00 – 12:00 Uhr &
14:00 – 18:00 Uhr

Donnerstag:

8:00 – 12:00 Uhr &
14:00 – 18:00 Uhr

Freitag:

8:00 – 12:00 Uhr &
13:00 – 16:00 Uhr